Startschuss für Demografiewerkstatt

Bundesfamilienministerium unterstützt Kommunen bei der Gestaltung des demografischen Wandels

Der demografische Wandel verändert unsere Gesellschaft - allerdings von Region zu Region auf ganz unterschiedliche Weise. Umso wichtiger ist es, dass sich Städte und Gemeinden mit langfristigen Konzepten für die Zukunft wappnen. Mit dem Projekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)zwei Gemeinden, zwei Städte und vier Landkreise mit Hilfe externer Beratungsteams über einen Zeitraum von fünf Jahren bei der Entwicklung von Lösungsansätzen. Neben dem BMFSFJ fördert auch die Deutsche Fernsehlotterie das Projekt. 

Den offiziellen Startschuss gab die Parlamentarische Staatssekretärin im BMFSFJ, Elke Ferner bei der Sitzung der Demografie-Arbeitsgruppe „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ kürzlich in Berlin. „Ob Großstadt oder kleine Gemeinde: Infrastruktur und Planung von gestern passen oft nicht mehr zu den Bedürfnissen einer hochmobilen und zugleich älter werdenden Gesellschaft. Themen wie Teilhabe im Alter oder politische Beteiligung von Jugendlichen stellen sich an jedem Ort anders. Deshalb haben wir sehr unterschiedliche Kommunen für dieses Projekt ausgewählt. Von den Ergebnissen wird aber die ganze Gesellschaft profitieren“, so Elke Ferner.

 

Die Vertreter der teilnehmenden Kommunen gemeinsam mit Staatssekretärin im BMFSFJ, Elke Ferner (5. v. r.)

 

An der „Demografiewerkstatt Kommunen“ beteiligt sind die Gemeinde Adorf/Vogtland, die Stadt Dortmund, der Landkreis Düren, der Landkreis Dithmarschen, der Landkreis Emsland mit der Gemeinde Vrees, die Stadt Riesa und der Regionalverband Saarbrücken. Die Stadt Grabow startet in einem zeitlich versetzten Beratungsprozess mit dem Ziel, Erfahrungen der anderen Kommunen schon gezielt auf ihre Übertragbarkeit hin überprüfen zu können. Hier wird im Juli die Kick Off Veranstaltung stattfinden.

Die beteiligten Kommunen werden über einen Zeitraum von fünf Jahren bei der Umsetzung eines gemeinsam erarbeiteten Konzeptes („Werkstattplan“) begleitet. Basis ist eine Bestandsaufnahme durch die wissenschaftliche Begleitung und ein anschließender Strategieworkshop. Jede Kommune wird im Rahmen des Projekts mit jährlich maximal 40.000 Euro gefördert. Ziel ist, dass nach der fünfjährigen Beratungs- und Unterstützungszeit Handlungsansätze und ein methodischer „Werkzeugkoffer“ entwickelt werden, die auch auf andere Kommunen übertragbar sind. Die Ergebnisse fließen auch in die Demografiestrategie der Bundesregierung ein.

 

 

Die Vertreter der teilnehmenden Kommunen in einer Podiumsdiskussion (Foto: D. Ottoberg)

 

Das Projekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ wird unterstützt von den Kommunalen Spitzenverbänden. Weitere Projektpartner sind die Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. / Institut für Gerontologie an der TU Dortmund (wissenschaftliche Begleitung) und das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.demografiewerkstatt-kommunen.de

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