Land fördert Umstellung auf LED-Technik

Klimaschutz und alternative Energien gehen heute auch an der Regionalpolitik nicht mehr ungeachtet vorbei. Ganz besonders im Hinblick auf die angespannte Haushaltslage der Kommunen ist es wichtig, langfristig alternative Methoden zur nachhaltigen Stromersparnis zu finden. In der Stadt Grabow ist neben dem Waldbad und den kommunalen Einrichtungen vor allem die Straßenbeleuchtung ein riesiger Kostenfaktor. Daher prüft die Stadt bereits seit drei Jahren Möglichkeiten, die Kosten für den Energieverbrauch und den Unterhaltungsaufwand für die Straßenbeleuchtung zu senken.

In diesem Zuge wurden bereits zwei Straßenzüge auf LED-Technik umgestellt. Aufgrund der damit gemachten positiven Erfahrungen hinsichtlich eines geringeren Energieverbrauchs und einer guten Ausleuchtung beabsichtigt die Stadt nun bis Sommer 2015 alle Straßenleuchten von Quecksilberdampflampen auf LED-Technik umzustellen. Die betrifft insgesamt 921 Lichtpunkte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 447.000 Euro. „Das ist sicherlich ein erst einmal erheblicher Kostenaufwand, doch entsprechend unserer Berechnungen werden dadurch künftig mehr als 35.000 Euro jährlich an Stromkosten eingespart. Somit ist das eine Investition, die sich langfristig wirklich lohnt.“, so Bürgermeister Stefan Sternberg.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Umsetzung der Klimaschutz-Richtlinie durch Förderungen aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). So konnte Energieminister Christian Pegel bei seinem Besuch am vergangenen Mittwoch in Grabow einen Fördermittelbescheid in Höhe von 238.078 Euro an Bürgermeister Stefan Sternberg und die anwesenden Fraktionsvertreter übergeben. Pegel zeigte sich ganz besonders erfreut über den Weg, den die Stadt Grabow gehen will: „Dies ist die bisher höchste Förderung, die ich für eine solche Maßnahme übergeben darf. Im Hinblick auf die damit enorme Die CO2-Minderung ist das beispielgebend und absolut förderwürdig. Unser Anliegen im Energieministerium ist es, im Interesse der Sicherung der Zukunftsfähigkeit unseres Landes, Projekte wie dieses gezielt zu unterstützen.“

Auch im Hinblick auf die geplante Anschaffung eines mobilen BHKW’s durch die Stadtwerke, das ab Mai in Betrieb genommen werden und während der Saison das Waldbad und darüber hinaus in den Wintermonaten das Reuterhaus beheizen soll, äußerte sich Minister Pegel anerkennend:  „Solche innovativen Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie zur Energieeinsparung bzw. Energieeffizienzsteigerung wirken positiv auf den Erhalt unserer Umwelt und verbessern zudem auch die Energiekostenbilanz. Mit ihrem Engagement leistet die Stadt Grabow dafür einen wertvollen Beitrag.“

Diana Ottoberg