Eldena darf jetzt eigenes Wappen führen

Innenminister übergibt Gemeindewappen an Eldena

Immer mehr Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern führen ein eigenes Wappen. Insgesamt gab es bisher 351 Einträge auf der Wappenrolle des Landes, dem offiziellen Verzeichnis der genehmigten Wappen. Eldena gehörte allerdings nicht dazu, obwohl man bereits vor Jahren den Versuch einer Genehmigung für ein eigenes Wappen unternommen hatte. Doch die Erstellung eines Wappens ist nicht ganz einfach. Die Abbildung muss wissenschaftlich recherchiert und historisch begründet sein. Zudem darf es keine Verwechslungen mit anderen, bereits bestehenden Wappen geben. So scheiterte die Idee der Gemeinde in der Vergangenheit an vorgegebenen Zwängen.

Im Oktober fasste die Gemeindevertretung erneut einen Beschluss zur Beantragung eines Gemeindewappens. Unterstützung hatte man sich dieses Mal vom Schweriner Karl-Heinz Steinbruch geholt, der über die notwendigen Erfahrungen bei der Erarbeitung von Gemeindewappen verfügt.

Ab sofort kann sich die Gemeinde nun mit ihrem eigenen Wappen schmücken. Innenminister Lorenz Caffier übergab am Dienstag die dazugehörige Urkunde mit der Wappengenehmigung und dem Eintragungsnachweis für die amtliche Wappensammlung des Landes Mecklenburg- Vorpommern. „Die Annahme eines eigenen Wappens spiegelt deutlich das Interesse in der Gemeinde wider, ihre kulturhistorischen Traditionen zu bewahren. Es zeigt aber auch den ausgeprägten Willen der Gemeindevertretung, die Selbstverwaltung der eigenen Angelegenheiten auch in eigenen Symbolen sichtbar werden zu lassen“, betonte Caffier.

 

  

 

 

 

 

 

Eldena war um die Wende vom 19. Zum 20. Jahrhundert eines der größten Dörfer Mecklenburgs. Die Entstehung des Ortes erfolgte durch die Errichtung eines Nonnenklosters und der Ortsname stellt eine unveränderte latinisierte Form des den Ort durchfließenden Flusses namens Elde dar. Diese historischen Tatsachen greift der Wappenentwurf auf. Ein goldener Wellenschildfuß in Blau symbolisiert die Lage des Ortes an dem Fluss. Ein silbernes, widerstehendes Osterlamm mit vierfach durchbrochenem goldenen Heiligenschein und mit angewinkeltem rechten Vorderfuß sowie ein goldenes Tatzenkreuz mit goldener dreilatziger Fahne erinnern an das Konvent-Siegels aus dem Jahr 1345. Das Lamm Gottes trägt die Fahne von Johannes dem Täufer, dem Schutzpatron des Nonnenklosters.

Dass sich die Eldenaer mit ihrem Ort identifizieren und somit voll und ganz hinter dem Beschluss der Gemeindevertretung stehen, zeigte auch die hohe Beteiligung an der offiziellen Übergabe durch den Innenminister. Die 1.240 Einwohner sind in zahlreichen Vereinen und Institutionen, von denen alle ausnahmslos vertreten waren, im Ort engagiert. Man lebt die Gemeinschaft und versucht durch gemeinschaftliche Projekte den Zusammenhalt zu stärken. Dass das Wappen dabei künftig eine positive Rolle spielen wird, davon ist auch Lorenz Caffier überzeugt: „Es ist doch immer etwas Besonderes, wenn man als Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr oder als Mitglied in einem Sportverein nicht nur den Namen sondern auch ein Wappen auf seiner Kleidung tragen kann. Das erfüllt mit Stolz und gerade deshalb freue ich mich, dass immer mehr Gemeinden in unserem Land diese Möglichkeit nutzen.“